1.) Geh aus, mein Herz, und suche Freud,denn du hast nicht mehr lange Zeit,dich an Natur zu laben.Schau an der schönen Gärten Zier,solange Blume, Baum und Tiernoch Raum zum Leben haben. #
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2.)Die Bäume stehen voller Laub,doch die Chemie senkt ihren Staubherab auf Wald und Weide.Narzissus und die Tulipan,die weichen heut der Autobahn.Im Abgas wächst Getreide. # |
3.) Die Lerche schwingt sich in die Luft,bis auch ihr kleiner Leib verpufftim Sog der Düsenwerke.Die hochbegabte Nachtigallkämpft gegen den Transistorschwallund unterliegt der Stärke. # |
4.) Die Glucke führt ihr Völklein aus,sofern sie nicht, bestimmt zum Schmaus,nach dumpfer Mast verendet.Der starke Hirsch, das zarte Reh,die sterben in des Menschen Näh,vom Nachtverkehr geblendet. # |
5.) Der Hausstrom ist ja so bequem,den Schalter nur mal umzudreh´n,und schon sind Hausgeister zur Stelle.Atomstrom birgt das Risiko,daß Menschen kriegen Krebs engross,eingedenk Tschernobyl´s Unfälle. |
6.) Die Bächlein rauschen in dem Sandmit kontaminiertem Fischbestandinfolge Abfallstauung.Die Wiesen liegen hart dabei.Noch wachsen hier Heilkräuter frei.Bald kommt die Überbauung. # |
7.) Die unverdross´ne Bienenscharfindet bei uns von Jahr zu Jahrmehr giftbesprühte Blüten.Des edlen Weinstocks starker Saft,er fordert Leben, kostet Kraft,weil viele sich nicht hüten. # |
8.) Ich selber kann und mag nicht ruh´n.Ein jeder muß das Seine tun.So groß sind die Gefahren.Ich singe mit, wenn alles singt,voll Hoffnung, daß es uns gelingt,die Schöpfung zu bewahren. #
Verfasser unbekannt 5.Strophe nachgedichtet und von der 6.Strophe die 2.u.5.Zeile editiert von Wolfram Löschke |
aktualisiert am: 20.05.2010